Zauberhafte Visitenkarten-Tipps

10 +1 zauberhafte Visitenkarten-Tipps

Visitenkarten? Sind die heute noch zeitgemäß? Wo alles nur noch digital ist und man Kontaktdaten durch das gegenseitige Berühren der Smartphones austauschen kann? Ja, sind sie, definitiv – insbesondere wenn Du keine Allerweltskarten gestalten lässt oder selbst gestaltest, sondern meine besten Tipps beachtest, die ich Dir heute hier verrate.

Visitenkarten-Tipp #1 – Sorge für Kontraste und gute Lesbarkeit

Auch wenn es edel aussieht und viel Weißraum (also unbedruckte Anteile auf Deiner Karte) richtig chic daher kommt: Kontaktdaten in hellgrau und vier Punkt Schriftgröße sind nicht wirklich smart. Insbesondere dann nicht, wenn Deine Kunden und Netzwerk-Kontakte bereits im Lesebrillen-Alter sind. Das gilt nicht nur für die Adresse, Telefonnummer und Deine Internet-Kontaktdaten, sondern ganz besonders für Deinen Namen.

Lass den Grafiker Deinen Namen so groß setzen, dass Du Deine Visitenkarte immer auch als Namensschild verwenden kannst. Gerade beim Netzwerken auf Unternehmer-Frühstücken, Barcamps oder Konferenzen bist Du damit immer perfekt ausgestattet. Außerdem macht es die leichtere Lesbarkeit Deinem Gegenüber leichter, den Namen sofort noch mal zu lesen, wenn er oder sie die Karte von Dir erhält. Oftmals sind die Umgebungsgeräusche ja so störend, dass man einen Namen bei der Vorstellung nicht genau versteht und bekommt so eine zweite Chance.

Visitenkarten-Tipp #2 – Format

Eine vom Standard-Format 85 x 55 mm abweichende Visitenkarte mag im ersten Moment cool sein und schön auffällig – aber ich garantiere Dir, diese Karte wird es in der Regel nicht lange machen. Da sie in kein Visitenkartenmäppchen, in keine Standardhülle und in keine Box hinein passt, wird sie entweder gnadenlos zurecht geschnippelt oder spätestens beim Archivieren im heimischen Büro entsorgt. Wenn sie es überhaupt so weit schafft. Darum mein Rat: Bleibe beim Standardformat.

Visitenkarten-Tipp #3 – Erwäge eine Klappkarte

Klappkarten (vierseitig) kosten oft nur unwesentlich mehr als zweiseitige „normale“ Visitenkarten.

Natürlich kann Dir eine Visitenkarte nicht das Verkaufen abnehmen. Aber es gibt immer wieder Situationen, in denen Deine Karte quasi losgelöst von Dir funktionieren muss. Beispielsweise, weil Du einer Netzwerkkollegin mehrere Deiner Karten gegeben hast, mit der Bitte, Dich weiter zu empfehlen. Also kann es sinnvoll sein, Deine wichtigsten Kernpunkte auf die Karte zu bringen. Das können Deine Top-Angebote sein, Dein Slogan oder auch Fragen, mit denen Du Deinen potenziellen Kunden zum Nachdenken und Handeln bringen willst). Zusammen mit den Visitenkarten-Tipps 1 und 2 ist das auf einer zweiseitigen Karte unmöglich unterzubringen.

Also verschaff Dir mehr Raum.

Dabei kannst Du auch mal ungewöhnliche Wege gehen: Falze die Karte doch mal nicht über die kurze, sondern über die lange Seite. So kannst Du die Karte vor Dir wie ein Namensschild aufstellen – bei einem Geschäftsessen oder Business-Frühstück mit vielen fremden Personen eine praktische Sache, die schnell Nachahmer finden wird.

Visitenkarten-Tipp #4 – Verwende ein Foto

Ein Foto kann eine tolle Erinnerungshilfe sein, Sympathieträger, Vertrauensbildner. Aber: Mit dem Passbild aus dem Automaten klappt das nicht. Ein Passfoto wird immer wie ein Passfoto aussehen. Erkläre Deiner Fotografin, was Du mit dem Foto vor hast und sie wird Dich sicher beraten können und eine gute Aufnahme von Dir machen. Bitte sie nach Möglichkeit auch gleich, Dich „freizustellen“, das heißt, allen Hintergrund zu entfernen, so dass Dein Foto ohne störenden weißen oder grauen Hintergrund oder Rand auf der Karte positioniert werden kann.

Visitenkarten-Tipp # 5 – Druck

Visitenkarten sind mit das preiswerteste Werbemittel, das Du verwenden kannst – spare hier nicht an der falschen Stelle. Grundsätzlich gilt: Drucke lieber zu viele als zu wenige Karten. Ein „Nachdruck“ ist genau so teuer wie ein „Erstdruck“. Selbst wenn Du Deine Karten nicht digital sondern im Offset-Verfahren drucken lässt: Die Druckplatten werden nicht oder nur noch sehr kurze Zeit von den Druckereien aufbewahrt (sie altern und nehmen Platz weg). Stellst Du also nach mehr oder weniger kurzer Zeit fest, dass Deine Karten verbraucht sind, musst Du eben neue drucken lassen.

Und darum empfehle ich Dir: Lass Dir von Deiner Druckerei vor Ort ein Staffel-Angebot machen oder schau Dir bei Online-Druckereien immer den Preis für die nächsthöhere Auflage an. Oft kostet die doppelte Menge gerade mal eine handvoll Euro mehr. Grundsätzlich gilt: Lieber zu viele als zu wenig und lieber einige wegwerfen als teuer neu produzieren müssen. Gut gelagert halten Visitenkarten ewig.

Visitenkarten-Tipp # 6 – Es muss nicht immer der Standardkarton sein

Wenn Dein Budget es erlaubt und Du wirklich auffallen möchtest mit Deinen Visitenkarten, dann denke doch auch mal an andere Papiere oder auch gleich an andere Materialien. Klar, ein 300 Gramm pro Quadratmeter weißer Offset-Karton ist preiswert – aber eben auch nur Standard. Schon mit einem Chromolux-Karton kannst Du auffallen – allein, weil er sich etwas anders anfühlt. Oder Du versuchst es mal mit einem besonders starken Karton. Ich werde nie das kleine „Frühstücksbrettchen“ vergessen, dass ich einmal auf einer Netzwerkveranstaltung von einem Herrn bekam. Sehr edel, mit Golddruck – und es passte perfekt zu ihm und seinem Geschäft. Weitere Veredelungen, an die Du denken kannst, sind Lackierungen (besonders auch Teillackierungen, zum Beispiel nur von Deinem Logo oder Deinem Foto), Prägungen, abgerundete oder auch abgeschnittenen Ecken (warum nicht auch mal nur eine?), die Verwendung der Sonderfarben Gold oder Silber oder …

gleich die Verwendung eines ganz anderen Materials. Wenn Du auf die Ökobilanz achtest, ist Kunststoff als Material natürlich indiskutabel, aber es gibt auch Anbieter, die Deine Visitenkarten auf Holz oder auf Kork drucken.

Es muss nicht immer der Standardkarton sein. #visitenkarten Klick um zu Tweeten

Was mich zum nächsten Tipp bringt:

Visitenkarten-Tipp # 7 – Werde kreativ

Überlege im Vorfeld, wenn Du bereits Dein Briefing für die Grafikerin überlegst, was zu Deinem Geschäft passt und womit Du auffallen kannst. Susanne Müser-Nasri von der Potenzial-Agentur beispielsweise hatte ursprünglich zwei unterschiedliche Veredelungen für ihre Visitenkarten: Eine verspielte für ihre weiblichen Klienten und eine sachlichere Variante für die männlichen Klienten. Die für die Frauen gedachte Variante aber entpuppte sich zu ihrem eigenen Erstaunen als Renner bei ihren männlichen Klienten. Weitere Möglichkeiten, wie Du Deine Visitenkarten zu einem Hingucker machen kannst (der dann oft Gesprächsstoff für den nächsten Small-Talk bildet), sind

  • eine besondere Art der Falzung bei Klappkarten (da gibt es ganz pfiffige Lösungen)
  • Stanzungen (also „Löcher“ oder „Fenster“)
  • der Einsatz von Stempeln
  • besondere Randgestaltung (bei besonders dicken Visitenkarten zum Beispiel farbige Ränder)
  • oder eben aufgeklebte 3-D Elemente

Visitenkarten-Tipp # 8 – QR-Codes

Nachdem QR-Code-Reader auch auf den Smartphones von Senioren angekommen sind, kannst Du auch durchaus überlegen, ob Du nicht einen QR-Code auf Deiner Visitenkarte anbringst. Du solltest Dir aber Gedanken mache, was sich dahinter verbirgt. Die einfachste Lösung sind natürlich die vollständigen Adressdaten, die so in die Kontakte auf dem Smartphone übernommen werden können. Aber QR-Codes können mehr: Warum leitest Du nicht auf eine Webseite mit Deinem jeweils tagesaktuellen Angebot weiter? Wenn Du klar machst, dass die Angebote hinter diesem QR-Code sich ständig aktualisieren, kann das eine pfiffige Werbemethode sein. Oder Du verlinkst auf ein Video von Dir auf YouTube oder Vimeo, wo Du dem Besucher kurz etwas zu Deinem Unternehmen erzählst.

Visitenkarten-Tipp # 9 – Doppelnutzung ist praktisch und spart Geld

Es gibt Branchen, da bietet sich eine Doppelnutzung der Visitenkarte einfach an. Die Bonus-Kärtchen, mit denen das x-te Brot umsonst, der y-te Haarschnitt um 50 Prozent reduziert ist, kennt jeder. Die Kombi mit Deiner Visitenkarte kann sich anbieten – aber klar, das passt nicht zu jeder Branche. Was aber sehr oft passt (und oft fehlt) sind die Öffnungszeiten – nicht nur bei Restaurants. Letztlich solltest Du immer überlegen, wie Deine Visitenkarte über den reinen Nutzen als Kontaktinformation noch einen Mehrwert bieten kann. Bist Du Handwerkerin und Deine Kunden müssen immer etwas ausmessen, bevor sie Deine Leistung anfragen? Vielleicht lässt sich da etwas „einbauen“. Möchtest Du sicher stellen, dass Deine Kunden alles Notwendige zum Termin mitbringen: Drucke eine kleine Checkliste auf die Karte. Bist Du Coach und hast tolle Affirmationen für Deine Klienten? Druck sie auf die Visitenkarte. Auch als Kärtchen zur nächsten Terminvereinbarung eignen sich diese kleinen Alleskönner.

Visitenkarten-Tipp #10 – Social Media nicht vergessen

Wenn Du bereits Profile in den Social Media hast – wenn nicht, würde ich es Dir dringend empfehlen – so drucke doch die (Kurz-)Links zu Deinen Seiten und Profilen auf die Karte. Viele Menschen denken gar nicht aktiv daran, sich mit Dir zu vernetzen – also mache es ihnen doch leicht, Dich zu finden.

Ich habe mal extra eine Visitenkarte nur mit den Links zu meinen Profilen in Social Media erstellt – was immer wieder für Gesprächsstoff sorgt.

Hierfür kannst Du auch den QR-Code (aus Tipp 8) nutzen: Wenn Du viele Profile hast, so erstelle doch eine spezielle Übersichts-Link-Seite auf Deiner Website, auf die Du mit dem QR-Code verlinkst.

Extra-Visitenkarten-Tipp – Nimm zwei!

Mein Extra-Tipp betrifft nicht die Gestaltung der Visitenkarten selbst, sondern was Du damit machst. Versuche nach Möglichkeit, immer zwei Visitenkarten zu übergeben. Mit den Worten: „eine für Sie und eine für eine gute Freundin“ legst Du gleich das Samenkorn für Mundpropaganda und machst es der Empfehlerin auch noch leichter.

31.05.2016 Aktualisierung: Julia Patzenhauer von julie travels hatte in der Facebook-Gruppe Die Blogger Community noch einen tollen Zusatztipp: Wenn Du gleich zwei verschiedene Motive drucken lässt, fällt das Abgeben von zwei Karten noch leichter! Dort kannst Du auch ein Foto ihrer Karten sehen. 🙂

Haben Dir meine Tipps gefallen? Wünschst Du Dir, dass Du bei Deinem Marketing einfach mal so einen Fundus an Ideen erhalten würdest? Dann ist mein Angebot, der Marketing-Zauber Mastermind-Zirkel für Dich eine interessante Lösung. Schau doch einfach mal auf diese Seite, auf der ich alles genau erkläre – und wenn Du magst, schnuppere doch einfach mal rein! Ich freue mich auf Dich.

Über den Autor Birgit Schultz

Mein Name ist Birgit Schultz und ich bin Marketing-Beraterin und Social Media Expertin. Seit 1993 bin ich im Marketing tätig und seit 2003 selbstständige Marketing-Beraterin. Mein persönliches Motto lautet, "Wissen wird mehr, wenn man es teilt". Auf Marketing-Zauber zeige ich Dir, wie Du Dein lokales Unternehmen sowohl im Internet als auch im "echten Leben" bekannter machen kannst, um mehr Kunden zu gewinnen.

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