Vintage Bücher und Sanduhr

Social Media Strategie für kleine Unternehmen – ein Fallbeispiel

Marketing und Social Media können wahre Zeitfresser sein. Insbesondere dann, wenn Du als Solopreneurin oder Einzelkämpfer alles selbst machst.

In der Marketing-Zauber Mastermind Gruppe stellte mir Roland, ein Fotograf aus Dortmund, letzte Woche folgende Frage:

Im Moment bin ich hin- und hergerissen zwischen den verschiedenen Marketing-Maßnahmen, ob nun Guerilla oder Pay sei mal dahin gestellt. Ich bemühe mich um Content, und das im Blog (der sehr unter wenig Zeit leidet), auf facebook, Twitter (wird gerade so aktiv) und Instagram. Tumblr kommt auch noch, aber mit einem Spezialthema das woanders nicht geht.
Natürlich möchte ich auch einen guten und redaktionell geplanten Newsletter bringen, ich liebe es Karten zu verschicken und/oder Briefe, die auch wirklich aufgemacht werden. Daneben produzieren wir noch Gastbeiträge für andere Plattformen, lassen über uns in Print und online berichten, es gibt Zeitungswerbung und Flyer/Visitenkarten sind an den üblichen Networking-Locations und -veranstaltungen ja auch ein probates Mittel. Jetzt plane ich noch, unsere Fotoschule durch Webinare zu erweitern, sei es live oder automatisiert.

Das Problem: Ich habe keine Zeit mehr für den Kunden, wenn ich das alles mache.

Gibt es von Dir/Hast Du schon so was wie eine Art Prioritätenliste des Marketings oder eine Checkliste oder Fragebogen, anhand dessen man sich selbst Prioritäten setzen kann? Was ist das Sinnvollste? Was muss als erstes laufen, womit erziele ich die größten sofort messbaren Erfolge, womit erziele ich eher langfristig Erfolge und was kann oder muss dann halt ganz vernachlässigt werden?

 

Ich zeige Dir hier im Blogbeitrag Werkzeuge und Strategien, die Dir helfen, Dein eigenes Marketing und Deine eigenen Social Media Aktivitäten effizienter und trotzdem zielführend durchzuführen. Sei gewarnt, dieser Beitrag ist sehr lang geworden. Ich hoffe, Du hast trotzdem Spaß beim Lesen und bekommst wertvolle Hilfestellung für Dein eigenes Marketing.

Du brauchst eine Social Media Strategie für kleine Unternehmen!

Roland versucht derzeit also, möglichst überall gleichzeitig präsent zu sein. Das funktioniert nur bedingt und er merkt selbst, dass auf diese Weise einfach viel Zeit verstreicht, ohne, dass er sicher sagen könnte, wie erfolgreich die einzelnen Maßnahmen für ihn sind.

Um Deine Marketing- und Social Media Aktivitäten strategisch zu planen, musst Du Dir etwas Zeit nehmen. Ja, ich weiß, …, aber das zahlt sich hinterher aus!

Schriftliche Bestandsaufnahme der bisherigen Aktivitäten

Nimm Dir also mal einen Zeitraum von rund zwei bis drei Stunden vor und notiere Dir, welche Aktivitäten Du bisher unternommen hast. Das ist dann Deine Bestandsaufnahme. Ob Du die in einem Notizbuch oder zum Beispiel in Excel oder OneNote vornimmst ist nicht wichtig – aber schreibe alles auf.

Dann geht es in die Analyse: Was hat es jeweils gekostet (auch an Zeit – Du weißt Deinen eigenen Stundensatz, also kannst Du auch dann Kosten einsetzen, wenn Du alles selbst gemacht hast und keine Ausgaben im eigentlichen Sinne hattest)? Nächster Schritt: Was hat es gebracht? Wenn Du an dieser Stelle mit dem Kopf schütteln musst und nicht weißt, was Dir die Aktivitäten gebracht haben, solltest Du in Dir eine schrille Stimme hören, die Laut immer wieder “Alarm! Alarm!” schreit.

Jetzt geht es in die Neuplanung. Früher hat man langfristig geplant, meist im Oktober den Marketing-Plan für das gesamte nächste Jahr erstellt. Heute und vor allem auch für Dich als Solopreneur, der alles alleine macht, ist das nicht mehr zeitgemäß. Plane quartalsweise, allenfalls für sechs Monate, das ist prima überschaubar und auf diese Weise kannst Du besser gegensteuern, wenn etwas nicht gelingt.

Bitte plane S.M.A.R.T.

Der entscheidende Punkt für Deine Planung ist, dass Du künftig s.m.a.r.t. planst. Was bedeutet das im Detail?

S – steht für spezifisch. Das bedeutet, dass Du für jede Deiner Maßnahmen ein konkretes Ziel festlegen musst.

M – steht für messbar. Dieses Ziele (oder auch die Ziele) müssen messbar formuliert sein. Es genügt also nicht zu sagen, ich möchte auf meinem Blog viele Leser haben. Besser ist eine Formulierung wie “im nächsten Quartal möchte ich auf meinem Blog 1000 Besucher haben. Davon sollen mindestens 40 Prozent wiederkehrende Besucher sein.

A – steht für anspruchsvoll. Deine Ziele müssen erreichbar sein, aber Du solltest Dich schon etwas strecken müssen, um zu Deinem Ziel zu gelangen.

R – steht für realistisch und hängt eng mit dem A zusammen: Wenn Du bisher auf Deinem Blog nur zehn Besucher hattest, sind 1000 pro Monat vielleicht etwas hoch gegriffen. In diesem Fall kannst Du ja auch nach Monaten planen und für den ersten Monat 200, für den zweiten Monat 450 und für den dritten Monat 1000 Besucher anstreben.

T – steht für terminiert – etwas, das wir durch die Quartalsplanung ja bereits automatisch machen.

Wichtig ist, dass Du Dir natürlich auch überlegst, wie Du Deine Ziele erreichen willst. Alles andere bleibt sonst ein Blick in die Kristallkugel.

Bündele Deine Aktivitäten

Aktivitäten zu bündeln spart oft sehr viel Zeit. Wenn Du Dir feste Zeiten einplanst (es kann auch täglich eine Stunde sein, mir kommt der feste Tag jedoch mehr entgegen), wirst Du mit der Zeit feststellen, dass Du nun auch die Zeit findest “auf Vorrat” arbeiten zu können. Es ist ein super Gefühl zu wissen, dass die nächsten drei Blogbeiträge bereits fertig geschrieben darauf warten, zum geplanten Zeitpunkt veröffentlicht zu werden. Es entlastet Dich ungemein, wenn Du weißt, dass Du Deine Tweets automatisiert hast.

Du brauchst Listen

Damit Du Deine festen Zeiten auch effizient nutzt und nicht auf Facebook verdaddelst, brauchst Du Listen. Gute Planer sind immer auch gute Listenmacher. Listen entlasten Dich und helfen Dir dabei, den Kopf für Kreatives und natürlich auch für Deine Kundenprojekte frei zu halten. Ich habe mir viele Listen erstellt, die oft ziemlich simpel sind, aber trotzdem sehr hilfreich. Listen führe ich am liebsten digital. So kann ich sie nach dem Abarbeiten wieder auf Null zurück setzen und neu verwenden. Beispielsweise führe ich Listen mit den Facebook-Gruppen, in die ich meinen aktuellen Blogbeitrag posten will, in Google Notizen.

Du brauchst Werkzeuge

Ich bin immer wieder begeistert von der Fülle an Tools, die mir die Arbeit für mein Marketing und Social Media erleichtern. Neue Tools aufzuspüren und zu testen ist eine bekannte Leidenschaft von mir, die mich schon seit meinem Studium verfolgt.

Einige meiner Lieblingstools habe ich schon in meinem Beitrag  Online Tool Übersicht: Lieblingstools zum Bloggen und für Social Media vorgestellt.

Marketing und Social Media Strategie – 6 konkrete Ratschläge

Zunächst einmal im Überblick, was Roland alles benannt hat, was er bereits macht oder plant:

  • Blog
  • Facebook
  • Twitter
  • Instagram
  • Tumblr
  • Newsletter
  • Briefe
  • Gastbeiträge
  • Zeitungswerbung
  • Flyer/Visitenkarten
  • Networking-Veranstaltungen
  • Webinare

Wow! Das ist wirklich das volle Programm. Nur mit viel guter Planung, Routine und Vorlauf lässt sich das alles umsetzen, ohne dabei das eigentliche Geschäft zu vernachlässigen. Das ist schon sehr richtig.

Strategie-Ratschlag Nr. 1 – Priorisiere Deinen Blog!

Ins Zentrum aller Marketing-Aktivitäten stellst Du Deinen Blog. Warum? Weil Du nur hier die Hoheit über Deine Inhalte hast. Was Du hier veröffentlichst, gehört Dir und wird immer Dir und Deinem Unternehmen zugeordnet. Veröffentlichst Du dafür Deine Inhalte beispielsweise auf Facebook oder Tumblr, so können diese aus den unterschiedlichsten Gründen plötzlich nicht mehr verfügbar sein. Glaubst Du nicht? Der Stadt München ist genau das im Jahr 2012 passiert!

Andere Unternehmen hatten vor einigen Jahren mit hohem Aufwand und Investitionen ihren Auftritt in den VZ-Netzwerken gepflegt. Diese sind zwar noch existent – aber die Nutzer sind weiter gezogen und halten sich inzwischen in anderen Netzwerken auf.

Auf Deinem Blog kannst Du Deine Leser von Deiner Kompetenz überzeugen. Gut recherchierte, tiefgehende Beiträge mag auch Google sehr. Wichtiger als alle Suchmaschinenoptimierungstricks sind gut geschriebene Inhalte, die nützlich und relevant für Deine Zielgruppe sind. Die schaffen es dann auch, verlinkt und geteilt zu werden und bei Google auf den vorderen Plätzen zu erscheinen.

Daraus ziehe ich meine strikte Empfehlung, Deinen Blog ins Zentrum Deiner Aktivitäten zu stellen. Hege und pflege ihn und priorisiere die Arbeit daran!

Denn ist Dein Blog nicht gut gepflegt, greifen auch viele der anderen Maßnahmen nicht. Ich kann das aus eigener Erfahrung sagen. Der Blog von Rat & Tat Marketing, das Marketing-Logbuch, ist so ein ungepflegter Garten. Als ich 2012 damit begann, war ich regelmäßig dabei und hatte mir zwei Beiträge pro Monat zum Ziel gesetzt, was ich zunächst auch eingehalten habe. Einige größere Kundenaufträge in den letzten Jahren und meine Einstellung “der Kunde geht immer vor” ließen den Blog verwildern wie ein zunächst hübsch angelegter Kleingarten dessen Besitzer eine mehrjährige Weltreise gewonnen hat. Aktuell nutze ich ihn in erster Linie als Demonstrationsobjekt für meinen Unterricht zum Thema Bloggen – und peinlicherweise wurde dann auch schon mal ein Blogbeitrag nur aus Blindtext bestehend veröffentlicht.

Die Folge dieses Vorgehens? Leser bleiben aus, Neukunden kommen nicht über den Blog und ich weiß sogar, dass ich den einen oder anderen Interessenten wohl aufgrund des nicht gepflegten Blogs nicht für meine Leistung überzeugen konnte. Nicht gut.

Ganz anders die Erfahrungen mit dem Marketing-Zauber Blog hier. Obwohl zum aktuellen Zeitpunkt noch kein Vierteljahr alt, weist dieser Blog ein Vielfaches an Leserzahlen, Zugriffen, Backlinks und geteilten Inhalten auf.

Gastbeiträge sind eine tolle Möglichkeit, Deinen Blog und Dein Angebot bekannter zu machen. Aber Gastbeiträge zu publizieren, ist gar nicht so einfach. Auch hier muss man strategisch an das Thema herangehen und sollte den Zeitaufwand nicht unterschätzen. Walter Epp ist Gastbeitrags-Spezialist. Mehr erfährst Du dazu zum Beispiel im Affenblog oder einem Podcast-Interview von Tom Kaules mit Walter.

Aus Zeitgründen rate ich Roland davon ab, aktuell eine Gastbeitragsstrategie zu fahren.

Strategie-Ratschlag Nr. 2 – Arbeite mit einem Redaktionsplan und Planungstools

Als Social Media Plattformen nennt Roland nun Facebook, Twitter, Instagram und Tumblr. Hier würde ich insbesondere vor dem Hintergrund der Ziele und Zielgruppen untersuchen, ob das die richtigen Plattformen für ihn sind und welche stattdessen oder vielleicht zusätzlich bedient werden sollten.

Facebook hat natürlich den Vorteil, dass dort quasi jeder erreichbar ist. Doch lohnt sich für Roland hier eine Fanseite und der Aufbau von Fans? Einfache Mathematik zeigt, dass es sich wahrscheinlich (noch) nicht lohnt. Facebook-Fans sind schwer zu gewinnen. Die organische Sichtbarkeit von Beiträgen bei den Fans liegt bei unter 10 Prozent. Die Stärke von Facebook liegt in der fantastischen Zielgruppen-Segmentierung für Anzeigen. Für diesen Zweck würde ich Facebook Roland empfehlen. Mit den Anzeigen kann er bestimmte Blogbeiträge bewerben und darüber den Aufbau seiner Mailingliste steuern. Die Facebook-Seite braucht er also nur, um Anzeigen schalten zu können.

Twitter stellt das genaue Gegenteil von Facebook dar: Nirgendwo ist es so leicht und so schnell möglich, Reichweite zu erzielen, wie hier. Doch sind die Streuverluste vergleichsweise hoch, insbesondere, wenn man wie Roland vorwiegend regional tätig ist. Da Roland aber auch Online-Kurse plant, er also seine Dienstleistung überregional anbieten wird, rate ich, den Followeraufbau gezielt und strategisch mitlaufen zu lassen. Dazu ist nicht viel Zeitaufwand nötig, solange es regelmäßig geschieht. Crowdfire ist hier meine Tool-Empfehlung.

Instagram ist für einen Fotografen natürlich ein Muss. Hier tummelt sich seine Zielgruppe und hier kann er sehr gut eigene Arbeiten veröffentlichen. Allzu viel Zeit ist hier gar nicht nötig zu investieren. Wenige gute Posts mit clever vergebenen Hashtags sorgen für hohe Aufmerksamkeit. Außerdem kann hier Roland auch Ads über sein Facebook-Konto schalten, so dass er gerade punktuell für Aufmerksamkeit sorgen kann.

Tumblr hat sicher seine Stärken, hat es aber in Deutschland ähnlich schwer wie Twitter. Da er das “Spezialthema, das woanders nicht geht” nicht näher beschreibt, lasse ich mal offen, ob sich hier ein Engagement lohnt. Nach den Nutzerzahlen (noch nicht einmal zwei Prozent aller Tumblr Nutzer kommen aus Deutschland!) würde ich es erst mal nicht denken. Aber ich kann es einfach nicht beurteilen. Statt Tumblr würde ich Roland darum raten, Pinterest in Betracht zu ziehen, das in Deutschland immerhin auf zwei bis drei Millionen Nutzer kommt.

Google+ ist weniger wegen der erreichbaren Nutzer spannend, als vielmehr für die Signale, die darüber an Google als Suchmaschine gesendet werden. Außerdem gibt es auf Google+ starke Communities zum Thema Fotografie.

Alles in allem – ein breites Spektrum, das bedient werden will. Um Zeit zu sparen, sind hier Tools unverzichtbar, die beim Automatisieren und Planen helfen. Das bedeutet natürlich nicht, dass darüber hinaus die Plattformen nicht weiter von ihm “bespielt” werden sollen. Social Media lebt von Interaktion. Erhalten die Posts Reaktionen, muss er natürlich auch antworten – und zwar möglichst kurzfristig. Am besten geht dies per Smartphone oder Tablet und den entsprechenden Apps mit Benachrichtigungen.

Meine Empfehlung ist Scompler als Social Media Planungstool – gerade, weil hier alles unter einem Dach mit dem Redaktionsplan läuft. Weitere Tools, die sich anbieten, sind die bekannte Hootsuite, und Buffer . Relativ neu und mit schönem klaren Design ist der PostPlanner. Auch mit IFTTT kann man sich den Social Media-Alltag erleichtern.

Strategie-Ratschlag Nr. 3 – Webinare nur für ein konkretes Angebot

Es macht keinen Sinn, kostenfreie Webinare zu veranstalten, wenn Du kein konkretes Angebot hast, das Du zeitnah mit den Webinaren bewerben willst. Das ist Grundvoraussetzung für ihren Erfolg. Außerdem erfordert die Teilnehmergenerierung einen deutlichen finanziellen und zeitlichen Aufwand. Zudem wird gerne vergessen, dass die Webinare selbst ja auch vorbereitet sein wollen und ihre Durchführung dann auch wieder einen Zeitslot in der Woche belegen.

Strategie-Ratschlag Nr. 4 – Offline-Maßnahmen

Dazu rechne ich jetzt die von Roland genannten Netzwerk-Veranstaltungen ebenso wie die Zeitungswerbung und Flyer / Visitenkarten.

Zeitungswerbung ist vor allem eines: teuer. Wer nicht die finanziellen Resourcen hat, Woche für Woche oder sogar Tag für Tag an immer derselben Stelle zu inserieren, fährt von dem Geld für die Anzeige besser in den Urlaub. Insofern in meinen Augen kein Marketing-Instrument für einen Solopreneur.

Flyer machen dann Sinn, wenn sie ein konkretes Angebot enthalten. Trotzdem sollte man bei Flyern immer im Auge behalten, dass sie auch verteilt sein wollen. Die Rücklaufquoten auf Angebote in Flyern sind in Ordnung, wenn man die Auflage nicht zu gering wählt und bei der Gestaltung und Verteilung alles richtig macht. Gerade bei nicht Internet-affinen Zielgruppen sind Flyer immer noch ein probates Werbemittel und als Werbender kann man damit rechnen, dass noch Jahre später Interessenten mit dem Flyer, der bis dahin in einer Mappe oder an eine Pinnwand geheftet überlebt hat, in der Hand vor einem stehen und auf einem Angebot bestehen, das vielleicht so schon gar nicht mehr existiert.

Visitenkarten sind in meinen Augen immer noch ein Muss. Sie sind schnell gemacht, preiswert, man kann sie immer dabei haben und man kann auch mehrere Versionen entwickeln. Auch als “Mini-Flyer” können sie zum Einsatz kommen. Ein gutes Offline-Werbemittel, das natürlich nur Sinn macht, wenn man seine Kunden auch außerhalb des Internets sucht.

Strategie-Ratschlag Nr. 5 – Weniger ist mehr

Erinnerst Du Dich an die Verfilmung vom Herrn der Ringe und die Szene, in der Bilbo klagt, er fühle sich, wie zu wenig Butter auf zu viel Brot verstrichen? Daran denke ich immer, wenn ich mir mal wieder zu viel vornehme.

Natürlich ist es wünschenswert, alle Maßnahmen umzusetzen – aber niemand verlangt von Dir, dass Du alles zugleich machst.

Meine Social Media und Marketing Strategie in Kurzform

Meine eigene Strategie sieht derzeit so aus, dass ich das Bloggen priorisiere, aber nicht mehr als einen Beitrag wöchentlich veröffentliche, zumal meine Beiträge ja auch nicht die kürzesten sind. Die Beiträge teile ich über Scompler nach Facebook und Twitter, Google+, XING und LinkedIn, obwohl ich für später auch noch Pinterest und Instagram auf dem Schirm habe.

Ich bemühe mich nicht aktiv um Gastbeiträge, sage aber natürlich nicht nein, wenn jemand bei mir anfragt.

Ich würde gerne auch einen Podcast starten, doch das habe ich auf 2017 vertagt, einfach, weil ich es aktuell nicht schaffen würde. Ich starte gerade mit dem Marketing-Zauber Mastermind Programm, wo ich mich intensiv um meine Abonnenten kümmern werde – das wird einen guten Teil meiner Zeit beanspruchen und ich freue mich sehr darauf.

Zu Marketingzwecken für die Mastermind gibt es bis Ende Mai 2016 den Marketing-Freitag und ab Juni den Marketing-Montag: Das sind kurze Webinare von rund einer Stunde, in denen ich den Teilnehmern die Möglichkeit biete, mir Fragen zu Marketing und Social Media zu stellen, und diese live beantworte.

Weiterhin versende ich wöchentlich meinen Newsletter, die Zaubersprüche, an meine Abonnenten und ab und an Postkarten an meine Bestandskunden.

Ich besuche Networking-Veranstaltungen in meiner Region. Da ist alles dabei, vom Unternehmerinnenstammtisch über die Barsession in Dortmund bis zu verschiedenen Barcamps und anderen Konferenzen.

Für diese Veranstaltungen möchte ich noch kleine Infokärtchen im Visitenkartenformat erstellen, das ist das nächste Projekt, das ich für Marketing-Zauber angehe.

Alle diese Maßnahmen sind in meinen Quartalsplanungen (ich mache immer zwei, eine detaillierte für das direkt kommende und eine grobe für das übernächste Quartal) bereits eingepflegt und das war es dann auch. Kontinuität und die zielgerichtete Auswahl der Plattformen und Maßnahmen bringen hier den Erfolg.

Strategie-Ratschlag Nr. 6 – Timing

Da Roland ganz konkret danach gefragt hat, was als erstes laufen muss, damit sich schnell größere Erfolge einstellen, hier meine Priorisierung:

  1. Visitenkarten und Spezialversionen erstellen. Sind sie einmal fertig, können sie über einen langen Zeitraum zu allen möglichen Zwecken und Veranstaltungen eingesetzt werden.
  2. Regelmäßig bloggen und die Beiträge automatisiert nach Social Media teilen.
  3. Bei Gelegenheit Veranstaltungen besuchen und netzwerken.
  4. Aufbau der Mailing-Liste über Facebook- und Instagram-Ads
  5. Schnell auf Reaktionen in den Social Media antworten.

Fazit

Das alles, streng durchgetaktet, geplant und mit Hilfe von Listen, sollte mit etwa einem Arbeitstag in der Woche zu schaffen sein. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass das auch mit weniger Zeit machbar ist. Die acht bis zehn Stunden müssen nicht am Stück zur Verfügung stehen. Ich plane sie bei meiner Monats- und Wochenplanung immer fest in den Kalender ein. Nur so kann ich sicher stellen, dass ich mich auch darum kümmere und die Maßnahmen fristgerecht umsetze.

Wie gehst Du bei Deiner Marketing-Planung vor? Wie sieht Deine Social Media Strategie für Dein kleines Unternehmen aus? Würdest Du Roland zu anderen Maßnahmen und Priorisierungen raten? Dann schreibe Deine Vorschläge doch in die Kommentare!

Über den Autor Birgit Schultz

Mein Name ist Birgit Schultz und ich bin Marketing-Beraterin und Social Media Expertin. Seit 1993 bin ich im Marketing tätig und seit 2003 selbstständige Marketing-Beraterin. Mein persönliches Motto lautet, "Wissen wird mehr, wenn man es teilt". Auf Marketing-Zauber zeige ich Dir, wie Du Dein lokales Unternehmen sowohl im Internet als auch im "echten Leben" bekannter machen kannst, um mehr Kunden zu gewinnen.

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