Altes Werkzeug

Online Tool Übersicht: Lieblingstools zum Bloggen und für Social Media

Online Tools, also Programme, die in Verbindung mit dem Internet und im Browser oder als App funktionieren, gehören seit langen Jahren untrennbar zur Organisation meines Arbeitsalltags dazu. Gerne empfehle ich sie weiter, weil sie echte Arbeitserleichterungen darstellen. 

Wie passend also, dass Dani Schenker von Zielbar.de zu einer Blogparade DEINE TOP-ONLINE-TOOLS #TOOLPARADE aufgefordert hat. Ich lerne immer gerne neue Online-Tools kennen und werde mich daher in den kommenden Tagen durch viele der anderen Beiträge zur Blogparade lesen.

Ich werde meine Tipps hier in drei Kategorien kurz vorstellen: Online Tools zum Bloggen, Online Tools für Social Media und zwei „Extratipps“, die nicht direkt in die beiden genannten Kategorien fallen, die ich jedoch ebenfalls täglich nutze und die mir unverzichtbar geworden sind.

Online Tools zum Bloggen

WordPress

Ohne WordPress könntest Du diesen Beitrag gar nicht lesen. WordPress kannst Du kostenlos bei wordpress.org herunterladen und auf Deinem eigenen Server installieren. Das WordPress von wordpress.org unterscheidet sich optisch und in den Möglichkeiten deutlich von wordpress.com. Wenn beide auch auf der gleichen Software beruhen, würde ich Dir für die geschäftliche und professionelle Nutzung immer zur selbstinstallierten Version von wordpress.com raten. Warum? WordPress.com bietet einen einfachen, schnellen und unkomplizierten Zugang zum Bloggen, wenn man ein privates Projekt plant. Möchtest Du jedoch Deine Blogbeiträge suchmaschinenoptimieren, individuelle Designs nutzen (man nennt sie bei WordPress und anderen Blogsystemen Themes), vielleicht Pop-Ups einbauen, um eine E-Mail-Liste aufzubauen, dann kommst Du um WordPress nicht drum herum.

Evernote

Meine allgemeine Begeisterung für Evernote kennst Du ja schon aus meinem Beitrag Wissensmanagement mit Evernote: Wie Du Dein Social Media Wissen verwalten kannst. In Evernote sammle ich zum Beispiel

  • Ideen für Blogbeiträge,
  • Webclippings mit Blogbeiträgen, auf die ich zum Schreiben von Fachbeiträgen zurück greifen will und
  • Formulierungen, die mir besonders gut gefallen haben (ein sogenanntes Swipe-File).

Evernote ist damit meine Sammelstelle, sozusagen der brodelnde Hexenkessel, in dem Zutaten aus dem gesamten Internet auf meine Ideen treffen. Wenn Du direkt mit Evernote Premium* starten möchtest, kannst Du den Link mit dem Sternchen klicken. Für mich gibt es dann ein paar Punkte, die ich zur Verlängerung meines Premium-Kontos nutzen kann.

Feedly

Damit ich regelmäßig auf dem Laufenden bleibe, abonniere ich Blogs in Feedly. Feedly ist ein sogenannter RSS-Reader. Dort habe ich Kategorien angelegt, so dass ich nicht immer alles lese, was ich abonniert habe, sondern mir auch mal ein Thema heraussuchen kann, das mich gerade besonders interessiert. Falls Du Feedly und RSS-Reader noch nicht kennst, kannst Du Dich freuen, denn auch das werde ich in den kommenden Wochen hier im Marketing-Zauber-Blog einmal genauer vorstellen. Du kannst Dir Feedly wie einen individuell nach Deinen Wünschen zusammengestellten Nachrichtenkanal vorstellen.

Pocket

In enger Kooperation mit Feedly nutze ich das Online Tool Pocket. Seit ich heute vor zwanzig Jahren anfing, das Internet zu nutzen, habe ich normalerweise immer Lesezeichen (Favoriten, Bookmarks) in meinem Browser angelegt. Diese Lesezeichensammlung ist ungefähr 17 Jahre mit mir mitgewandert, bis sie dann so groß und unhandlich wurde, dass ich einfach nichts mehr darin wieder fand. Obwohl ich natürlich eine klug durchdachte Ordnerstruktur angelegt hatte und einmal im Jahr alle Links per Hand angeklickt habe und nicht mehr aktive Links gelöscht habe. Kurzerhand habe ich mich davon getrennt, als ich Pocket entdeckte. Über ein Plugin klinkt sich Pocket in die Icon-Leiste meines Chrome-Browsers ein (Firefox bringt Pocket sogar inzwischen von Haus aus mit) und mit einem Klick habe ich einen interessanten Link dort abgelegt und kann diesen nun sinnvoll verschlagworten. Probleme mit meiner Ordnerstruktur bekam ich nämlich immer dann, wenn ich nicht mehr wusste, wo genau ich einen Link nun abgespeichert habe. Tags (also Schlagworte) kann ich aber beliebig viele vergeben und je nach Kontext, finde ich den gesuchten Link meist sehr schnell in Pocket. Pocket hat noch weitere Vorteile, aber dieses sind für mich die Wichtigsten zum Bloggen. Wenn Du Pocket noch nicht kennst, schau es Dir ruhig mal an.

Scompler

Als letztes der Online Tools zum Bloggen möchte ich Scompler vorstellen. Das nutze ich noch nicht so lange, erst seit etwa fünf Wochen, bin aber schon sehr begeistert. Scompler ist ein online Redaktionsplan, der es mir ermöglicht, strukturiert meine Blogbeiträge vorzuplanen und zu verwalten. Der Leistungsumfang von Scompler kann zunächst erschrecken, doch wenn Du Dich in Ruhe damit beschäftigst, erschließen sich viele Funktionen sehr schnell. Was ich an Scompler so sehr schätze ist die Möglichkeit, durch die Beantwortung von Leitfragen in kurzer Zeit die eigene Inhaltsstrategie für ein Blog erstellen zu können. Beim Schreiben der Blogbeiträge bietet dieses Online Tool Funktionen, die Du Dir sonst an verschiedenen Stellen im Internet zusammen suchen müsstest, an einem Ort. So kannst Du den Schwierigkeitsgrad Deines Textes bewerten lassen. Scompler bietet eine Textanalyse, die Dir bestimmte Textstellen markiert:

  • Füllwörter
  • lange Sätze
  • lange Wörter
  • Phrasen

Damit macht Scompler es Dir ganz leicht, Deinen Text auch sprachlich zu optimieren. Wenn Du Dich schnell über die Möglichkeiten von Scompler informieren möchtest, kannst Du Dir ein paar Videos auf YouTube ansehen.

Online Tools für Social Media

Hootsuite

Die Hootsuite nutze ich, um Beiträge auf Twitter, Facebook und LinkedIn für die Zukunft zu planen und vorzubereiten. Die Hootsuite kann (leider nur in der kostenpflichtigen Version) noch viel mehr Netzwerke einbinden und Dir Deine Veröffentlichungen in den Social Media wirklich sehr erleichtern. Außerdem hat die Hootsuite ganz interessante Überwachungsfunktionen (Monitoring), mit denen Du verfolgen kannst, wie oft Deine Links geklickt und geteilt werden und noch vieles mehr. Wenn Du viele Social Media Kanäle betreuen willst, kommst Du um die Hootsuite in meinen Augen kaum herum.

Buffer

Das Online Tool Buffer wird gerne in einem Atemzug mit der Hootsuite genannt und manche finden, dass es reicht, eines der beiden zu benutzen. Ich bin jedoch der Ansicht, dass die beiden Werkzeuge sich optimal ergänzen und benutze daher auch beide. In Buffer stellst Du Zeiten ein, zu denen Deine nach Buffer geschickten Social Media Posts veröffentlicht werden sollen. Das Wort Buffer im Englischen bedeutet das, was bei uns ein Puffer ist, also eine Art Zwischenspeicher. Wenn ich morgens und abends Feedly nutze, um mich über Branchenneuigkeiten und das Weltgeschehen auf dem Laufenden zu halten, poste ich oft Beiträge von dort nach Twitter und oder nach Facebook. An manchen Tagen gibt es sehr viele interessante Neuigkeiten. Da ich meine Leser aber nicht mit Posts im Fünfminutentakt nerven möchte, schicke ich die Links und meine Anmerkungen dazu dann nach Buffer. Von dort werden sie nach dem von mir festgelegten Zeitschema dann mit ordentlichen Abständen automatisch gepostet.

Crowdfire

JustUnfollow war der frühere Name von Crowdfire und erklärt sehr viel besser, was man mit diesem Online Tool machen kann. Mit Crowdfire behältst Du den einfachen Überblick über neue Follower und neue Unfollower auf Twitter und Instagram. Wenn Du nicht zu mehr als fünfzig Tweetern oder Instagramern täglich folgen oder entfolgen willst, kannst Du Crowdfire kostenfrei nutzen. Mir hat das immer gereicht und ich habe mit Crowdfire auch die magische Followergrenze von 2000 für meinen Twitter-Account @rutm durchbrechen können. Der Account @marketingzauber steht heute, gerade mal sieben Tage nach dem Start von Marketing-Zauber natürlich noch ganz am Anfang – aber ich bin sicher, dass ich mit Crowdfire das Wachstum meiner Follower auf Twitter gut steuern kann.

Online Tool Extra Tipps

Die letzten drei Online Tools sind allgemeiner, aber sie sind mir so hilfreich, dass ich sie Dir ebenfalls vorstellen möchte.

Canva

Natürlich habe ich Photoshop und arbeite damit seit über zwanzig Jahren. Doch Photoshop bietet viel mehr, als ich manchmal „auf die Schnelle“ brauche. So nutze ich gerne Canva, um mal eben ein Bild für mein Blog oder zum Beispiel Facebook zu erstellen und mit dem Urhebernachweis zu versehen. Canva ist auch sehr einfach zu bedienen, wenn Du noch keine Ahnung von Bildbearbeitung hast.

ToDoIst

Ich schätze das Arbeiten mit Stift und Papier sehr. So habe ich seit Beginn meiner Berufstätigkeit 1993 meine Aufgaben auf diese Art organisiert. Ich war lange Zeit von dem Zeitplaner-System Time/System (so ähnlich wie Filofax) sehr begeistert und damit bestens organisiert. Doch irgendwann wurden mir die jährlich zu bestellenden Einlagen zu teuer und boten mir auch zu wenig Flexibilität. Als angestellte Marketing-Leiterin war mein Leben weniger komplex als dann als selbstständige Marketig-Beraterin. Ich habe mich dann umgestellt und mir ein System in einem Notizbuch überlegt, das dem inzwischen sehr populären Bullet Journal System sehr ähnlich war. Doch auch hiermit wurde ich unzufrieden. Denn das ständige handschriftliche Übertragen nicht erledigter Aufgaben kostete viel Zeit. Außerdem hatte ich mein Aufgabenbuch nicht immer bei mir und konnte daher unterwegs schlecht planen. So begann ich nach einem Online Tool zu suchen. Ich habe vieles getestet: Die Google Aufgaben im Google Kalender in Kombination mit entsprechenden Drittanbietern wie zum Beispiel AnyDo. Oder RememberTheMilk. Im ersten Quartal 2014 gab es dann ein Kopf an Kopf rennen zwischen ToDoIst und Wunderlist, das ToDoIst dann gewonnen hat. ToDoIst ist flexibel, synchronisiert zuverlässig zwischen meinen Geräten, kann mit Farben und Tags arbeiten, ermöglicht Anmerkungen zu jeder Aufgabe. Aufgaben können in Projekten organisiert werden. Und es gibt ein flexibles Erinnerungssystem. Wunderlist ist optisch hübscher, wer jedoch wirklich komplexe Projekte verwalten muss, ist mit ToDoIst besser beraten.

XMind

Dieses Programm ist kein Online Tool, aber es synchronisiert seine Daten über die Cloud zwischen verschiedenen Geräten. XMind ist mir so hilfreich, dass ich es unbedingt vorstellen möchte. Meine Brainstormings und die Strukturierung meiner Blog-Artikel mache ich sehr häufig mit Mindmaps. Am schnellsten funktioniert für mich das Mindmappen auf Papier. Doch es gibt immer wieder Mindmaps, die ich aufbewahren möchte und gerne in „ordentlicher“ Form zur Verfügung habe. XMind kannst Du mit etwas eingeschränkten Funktionen kostenlos herunterladen und verwenden. So habe ich es bis zum vergangenen Herbst lange Jahre benutzt. Dann wurde sah ich, dass es eine neue Schnittstelle zum Speichern in Evernote gab und konnte nicht widerstehen, das Programm kostenpflichtig zu lizensieren.

Fazit

Online Tools sind ein fester Bestandteil in meinem Arbeitsalltag. Ich bin immer wieder begeistert, was sich die Programmierer ausdenken und was alles neu auf den Markt kommt. Was mich interessiert, wird ausprobiert und auf Nützlichkeit im Alltag gestestet.

Wie sieht es bei Dir aus? Hast Du einen Tipp für ein Online Tool, auf das Du nicht mehr verzichten möchtest? Dann schreib ihn doch einfach in die Kommentare und teile ihn mit mir und den anderen Lesern!

Über den Autor Birgit Schultz

Mein Name ist Birgit Schultz und ich bin Marketing-Beraterin und Social Media Expertin. Seit 1993 bin ich im Marketing tätig und seit 2003 selbstständige Marketing-Beraterin. Mein persönliches Motto lautet, "Wissen wird mehr, wenn man es teilt". Auf Marketing-Zauber zeige ich Dir, wie Du Dein lokales Unternehmen sowohl im Internet als auch im "echten Leben" bekannter machen kannst, um mehr Kunden zu gewinnen.

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